Altmodisch – modisch -neumodisch?

Ein Wort über Kleider

Ich wohne im 10. Wiener Gemeindebezirk, in der Nähe des Viktor Adler Marktes. Wir haben einen sehr hohen Anteil türkischer „Nächster“, die das Straßenbild prägen. Die Diskussionen über das Kopftuch erhitzen in den Medien immer wieder einmal die Gemüter. Was wir vergessen ist, dass die Generation unserer Groß- oder Urgroßmütter sich auch so ähnlich kleideten: Wer sich alte Bilder aus dem letzten Jahrhundert und weiter zurück ansieht, wird merken, dass unsere türkischen Nachbarn gar nicht so außergewöhnlich anders aussehen als unsere Groß- und Urgroßmütter, was lange Röcke oder Kopftücher betrifft.

Sind sie also nur altmodisch, wir hingegen modern? Was ist das überhaupt für ein Wort – Modern? Die Generation unserer Kinder, gepierct und bauchfrei, hält uns für altmodisch; wir sie für neumodisch, Manche sagen, wir leben in der „Postmoderne“ und beschreiben damit ein Lebensverständnis, das die „Moderne“ bereits hinter sich gelassen hat. Aber was ist jenseits von modern? Hat sich da der Begriff selbst nicht schon ad absurdum geführt?

In der Wikipedia steht: Das lateinische Wort modernus (neu; neuzeitlich; gegenwärtig) stammt vom lateinischen Adverb modo (eben; eben erst). Später entlehnt aus dem Französischen (moderne und moderniser), erscheint es im Deutschen als Fremdwort seit 1727 in der Bedeutung von „neu“, als Gegensatz zu alt, antik usw. Modernité wird als Substantiv erstmals 1849 von Chateaubriand verwendet (in einem abwertenden Sinne) und 1859 maßgeblich von Baudelaire aufgegriffen. Im Deutschen verwendet erstmals Eugen Wolff 1887 den Ausdruck „die Moderne“ auf die Kunst bezogen.

Heute wird das Adjektiv “modern” umgangssprachlich häufig statt in der o.g. Bedeutung verfälschend synonym zu “modisch”, also im Sinne von “der Mode entsprechend” verwandt.

Und weiter unten zum Epochenbegriff: Der Beginn der Moderne wird historisch häufig auf die Französische Revolution gelegt. So sieht der US-amerikanische Soziologe Daniel Bell den Hereinbruch der Moderne mit dem Jahr 1789. Andere sehen eher einen Prozess der Entstehung der Moderne, der sich allmählich nach 1789 im 19. Jahrhundert vollzieht.

Als wesentliche Elemente der Moderne werden angesehen:

  • die Säkularisierung als Folge der Aufklärung und die damit verbundene Hoffnung, eine Art Menschheitsreligion würde an die Stelle der institutionalisierten Religionen treten.
  • die Industrialisierung, auch Industrielle Revolution genannt, insbesondere der Übergang von der manuellen, handwerklichen Fertigung zu Massenproduktion durch Maschinen, damit auch die Ablösung der absolutistischen Staatsform (Ancien régime) durch Kapitalismus und Demokratie.
  • der Fortschrittsglaube, d. h. die Vorstellung, dass die materiellen Errungenschaften des Menschen unbegrenzt wachsen (fortschreiten) könnten.
  • die Rationalität, d. h. der Glaube an die Vernunft und die Vorherrschaft rationaler Überlegungen.
  • die Autonomie gesellschaftlicher Bereiche, wie Ethik, Politik, Recht und Wirtschaft (siehe Emanzipation).
  • die Individualisierung in Anbetracht einer Modernisierung in Richtung des westlichen Individualismus. Besonders geprägt ist dieser Individualismus durch die Industrielle Revolution in England, den Wirtschaftsliberalismus, die Amerikanische Unabhängigkeitsbewegung und die Bürgerliche Revolution in Frankreich. Auf der Anderen Seite geschieht mit dem Beispiel der Oktoberrevolution in Russland eine Modernisierung unter dem Prinzip des Kollektivismus.

Man muss sich zum Verständnis der Moderne deutlich machen, dass alle diese Elemente, die vielen von uns heute als selbstverständlich erscheinen, keineswegs immer und überall vorherrschende Überzeugungen waren und sind. Epochen lassen sich am besten dadurch kennzeichnen, was die Menschen dieser Epoche ohne Nachfragen als selbstverständliche „Wahrheiten“ und Grundüberzeugungen akzeptieren. Diese Selbstverständlichkeiten ändern sich im Laufe der Zeit.

Mode und Moderne steht also im Konflikt zur Tradition und könnten als „Generationenkonflikt“ auf gesamtgesellschaftlicher Ebene beschrieben werden; der aufgebrochen ist, als die Kirche ihre prägende und bewahrende Rolle eingebüßt hat. Von der Französischen Revolution her ist die Moderne grundsätzlich „antichristlich“ motiviert – das ist eine schockierende Aussage, aber es stimmt.

Der ständige Staffellauf von altmodisch zu modern und neumodisch bis hin zu postmodern bedeutet, dass laufend die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen geändert werden, in denen wir denken, reden, empfinden und handeln. Im Gegensatz dazu bleibt das Wort des Herrn fest solange bis Himmel und Erde vergehen; durch das Wort will Gott Seinerseits unser Denken, Reden, Empfinden und Handeln prägen. Erkennen wir die Frontlinie, entlang der dieser geistliche Kampf tobt? Der Diabolos verwirrt, verunsichert und verblendet die Menschen, indem er ihnen einerseits den Reiz des Neuen als Erfüllung verkauft, andererseits die Gebote Gottes als veraltet madig macht.

Um zurück zur Mode zu kommen. Diese ist immer Ausdruck der momentanen, eben aktuellen Einflüsterungen des Teufels. Das betrifft unter anderem auch die Kleidung. Doch hier hat Gottes Wort einerseits eine sehr klare Meinung, andererseits eine in allen Kulturen der Welt umsetzbare. Gott gibt uns Prinzipien, Grundsätze, die man in China, in Indien, in Südamerika und in Grönland gleichermaßen umsetzen kann.

Zuerst findet Gott Nacktheit schön, denn nackt schuf Er den Menschen, und es war „sehr gut“ in Seinen Augen (1.Mose 1,31). Die Menschen schämten sich auch nicht voreinander – bis es zur Sünde kam (1.Mose 2,25). Die Sünde stört nicht nur die Gemeinschaft mit Gott, sondern stört auch das Vertrauen untereinander. Darüber hinaus macht uns die Sünde zu Sklaven der Sünde, der Teufel gewinnt Macht in unserem Leben, um durch uns Seinen Kampf gegen Gott zu führen (1.Mose 3,15). Was Gott gut geschaffen hat, das missbrauchen wir: Essen wird zur Völlerei, Trinken zur Trunksucht, Sexualität zur Hurerei. Die Menschen schämen sich nun voreinander, sie haben also Angst voreinander, Angst davor, für die Begierden anderer missbraucht zu werden. Sie machten sich Kleider (1.Mose 3,7). Kleider gehören nicht zu Gottes ursprünglicher Schöpfungsidee, sondern sind eine Folge der Sünde. Doch die Feigenblätter, aus denen sie sich Schurze machten, waren in Gottes Augen untauglich. Gott machten ihnen Leibröcke aus Fell (1.Mose 3,21).

Das ist auf mehreren Ebenen interessant. Um uns zu bekleiden, tötete Gott Tiere – das ist ein Hinweis darauf, dass unsere Nacktheit ein Symbol der Sünde (unsere „Blöße vor Gott“) ist. Die Sünde können wir nicht selbst bedecken, das tut Gott durch ein Opfer. Dieses Opfer weist auf Christus hin und findet seine Erfüllung darin, dass wir in der Taufe Christus anziehen (Gal 3,27). Außerdem ist ein Blättergewand nicht sehr dauerhaft, es welkt und fällt auseinander – die Felle hallten jedoch über Jahre jeder Witterung stand. Im Blick auf die Kleiderfrage ist aber auch der Unterscheid zwischen Schurzen und Leibröcken interessant. Gott wollte eine vollständige Kleidung, nicht bloß eine Verhüllung der Geschlechtsteile.

Kleidung dient dem Schutz vor der Begierde anderer, deshalb soll sie dahingehend zweckmäßig sein. Alles andere baut auf diesem Ursprung auf. In der Bergpredigt sagt der Herr Jesus, dass bereits der begehrende Blick Ehebruch ist, womit Er dieses Prinzip bestätigt und den Neuen Bund übernimmt (Mt 5,27-28). Zwei Apostel, Petrus und Paulus, der eine der Apostel der Beschneidung und der andere für die Unbeschnittenen, geben Anweisungen dazu, wie Christen sich kleiden sollen (1.Petr 3,3-4; 1.Tim 2,9-10; 1.Kor 11,2-16). Darin geht es weder um einen bestimmten Stoff, einen konkreten Schnitt oder andere äußere Dingen, sondern um Prinzipien, die man in verschiedener Art uns Weise umsetzen kann. Außerdem erschöpft sich das Thema nicht in der äußeren Erscheinung, sondern schließt die Schönheit des christlichen Charakters mit ein.

Innerlich soll ein Christ sanft, still, würdig, sittsam, schamhaft und Christus untertan sein, indem er (und sie) guten Werken nachjagt. Äußerlich zeigt sich das, dass wir keine sexuell aufreizende oder teure Kleidung, keine auffälligen Frisuren und keinen Schmuck tragen sollen. Was hier zwar an Frauen gerichtet ist, wurde von den frühen Christen immer auch für Männer verstanden. Kleidung soll keine Aufmerksamkeit erregen, die Begierden weckt. Ob man nun direkt die Körperform betont oder gar viel Fleisch zeigt, oder ob man den Reiz des Reichtums einsetzt (Geld und Macht sind „sexy“ – „reich und schön“) ist dasselbe.

Beides ist jedoch in der Mode das Hauptthema: Es geht darum, äußerlich „attraktiv“ (= anziehend) zu erscheinen. Darum ist der Schnitt hauteng, bauchfrei oder aber exklusiv und statusbewusst. Weil wir uns aber so rasch satt sehen, müssen die Reize laufend durch Variation oder noch mehr Unverfrorenheit intensiviert werden. Wie bei Drogen, deren Dosis man laufend erhöht.

Was ist jedoch schön vor Gott? Der Mensch, der mit Gott verbunden lebt und dessen Charakter Christus widerspiegelt. Das wiederum drückt sich darin aus, wie wir uns kleiden sollen.

Wie sollen wir uns nun kleiden?

Ich lasse meinen Blick in Gedanken wieder durch unser altes Familienfotoalbum und den Viktor Adler Markt schweifen. Wie die Urgroßmutter? Oder doch wie unsere Nachbarin aus Anatolien? Das einzige Kleid, das Gott geschneidert hat, waren Leibröcke aus Fellen. Nein, weder noch, denn zu allen Zeiten und in allen Kulturen kann man sich schlicht und sittsam oder opulent und aufreizend kleiden.

Die konservativen Täufergruppen gehören zu den wenigen christlichen Gemeinschaften, die Gottes Gebote zur Kleidung bis heute ernst nehmen wollen. Man merkt an ihrer Kleidung, wann und wo sie entstanden sind. Die Hutterer tragen einfache österreichische „Dirndln“, wie sie bis vor wenigen Generationen noch bei uns getragen wurden. Die Amish haben eine schlichte pfälzische Tracht aus dem achtzehnten Jahrhundert bewahrt. Es mutet in der Tat seltsam an, wenn man Bilder der japanischen OWA-Gemeindschaft sieht, die mit den Hutterern verbunden sind: Japanische Christen des 20. Jahrhunderts in österreichischen Trachten des 16. Jahrhunderts?

Viele dieser Kleidungsstile haben ihre Bedeutung. Warum tragen die meisten Täufer keinen Gürtel? Weil zur Zeit, da sie entstanden sind, der Gürtel vor allem von Soldaten gebraucht wurde (lautet eine Erklärung dazu). Aus demselben Grund haben die Amish den Schnurrbart wegrasiert, da damals jeder Soldat einen Schnurrbart trug. Haken und Ösen statt Knöpfen? Wegen des Hochmuts. Verstehen wir diese Symbole? Oder steht der Erklärungsbedarf bezüglich der Kleider nicht dem Evangelium im Weg?

Im zweiten Jahrhundert schrieb ein Christ an Diognet, dass sich die Christen weder in Sprache, noch in der Kleidung von ihren Mitmenschen unterscheiden. Abgesehen von den Prinzipien, die die Schrift uns lehrt. Es muss also möglich sein, in einem normalen Kleidergeschäft etwas kaufen zu können, das diese Grundsätze gut verwirklicht. Und wenn nicht, dann müsste man selbst etwas nähen, das nicht so aussieht, als käme es aus dem Mittelalter, um nicht den Eindruck zu vermitteln wir Christen hätten das ganze Jahr über ein Kostümfest. Ja, es widerspricht sogar der Schlichtheit, wenn wir durch übertriebene Schlichtheit die Aufmerksamkeit auf uns und unsere Kleidung richten!

Schlicht und bescheiden

Wir müssen nicht viel Geld ausgeben für gutes Gewand. Es gibt sehr viele Second-Hand-Geschäfte; gerade Kinderkleidung kann man gut weitergeben. Viele Kleidungsstücke sind nur wegen eines bestimmten Labels modern und dementsprechend teuer (Calvin Klein, Lacoste, Diesel, …). Außerdem stehen diese gerade als ein Symbol für modernes Lebensgefühl, das wir eigentlich meiden sollten.

Ein anderes Beispiel für Männer sind zum Beispiel Anzüge mit Krawatte. Ich habe ein sehr schönes Sakko geschenkt bekommen, allerdings eine gute Marke. Mich so zu kleiden, assoziiert mich mit der Geschäftswelt, mit reichen und einflussreichen Persönlichkeiten. Es ist einfach nicht „schlicht“.

Sittsam und schamhaft

Der Leibrock ersetzte den Lendenschurz. Das ist Gottes Erklärung, was „bedeckt“ bedeutet. Die Kleidung soll also nicht figurbetont sexuelle Reize ausstrahlen, sondern verhüllen. Da ist sehr vieles heute schlicht untragbar. Miniröcke, tiefe Ausschnitte, praktisch 100% der gängigen Badenmode oder auch zu enge Hosen. In letzter Zeit orientiert sich die Mode auch an Popstars, und da zieht auch die Männermode kräftig mit. Man will so cool und attraktiv sein wie der Frontman der Lieblingsband, für den die Mädchen schwärmen. Da sind besonders Jugendliche gefährdet, die noch nicht gefestigt sind. Erst wenn wir Jesus als unser einziges Vorbild angenommen haben, werden wir vom Gruppendruck in der Mode wirklich frei werden.

Haartracht

Der Mann soll kurzes Haar haben, die Frau langes. Soviel steht klar dazu in der Bibel; wie lang jedoch „lang“ und wie kurz „kurz“ ist, wird nicht definiert. Andererseits ist das auch nicht notwendig – es mag Unterschiede geben: Die Männer der Amish haben die typische Männerhaarlänge des 17. Jahrhunderts beibehalten, was deutlich länger ist als die der Hutterer. Es gibt Spielraum in dieser Frage; das Prinzip ist jedoch eine deutliche Unterscheidung der Geschlechter. Aufwändige Frisuren sind in der Regel eher eine Anfechtung für Frauen, doch auch da äußert sich die Schrift recht klar. Da die Frauen jedoch (zumindest im Gottesdienst) eine Kopfbedeckung tragen sollen, ist eine besondere Frisur ohnedies nicht wirkungsvoll.

Bart

Die Täufer sind sich darin nicht einig. Manche Altmennoniten sind rasiert, Hutterer tragen einen gestutzten Bart, die Amische lassen ihn ungestutzt wachsen, rasieren aber den Schnurrbart. Fest steht, dass die ersten Christen in der Regel für den Bart argumentierten, manche Katakombenbilder und die frühesten Darstellungen Christi jedoch bartlose Gesichter zeigen. Es ist müßig, darüber zu streiten, wo im Neuen Testament dazu nichts gesagt wird. Ein Argument, das mir gut gefällt, ist so simpel, dass es wirklich jeder versteht: „Der Bart wächst, weil Gott ihn wachsen lässt – wenn es Ihm gefällt, dann soll es auch mir recht sein.“

Schmuck und Schminke

Im Grunde ist auch das von den Aposteln beantwortet, allerdings sind wir so stark geprägt von unserer Umwelt, dass das Umdenken oft schwer fällt. Mir gefällt jenes frühchristliche Argument dazu: „Wer sind wir, dass wir meinen Gottes gute Schöpfung verschönern zu können?“

Rock und Rocklängen

Zur Zeit der Apostel trug niemand Hosen, doch die Kleidung von Männern und Frauen unterschied sich. Hosen sind eine gallische oder germanische Erfindung. Die Kultur unseres Abendlandes assoziierte jedoch bis ins letzte Jahrhundert Frauen mit Röcken und Männer mit Hosen. Das Sprichwort „Die Frau hat die Hosen an“, meint, dass sie sich nicht dem Mann unterordnen will. Und das ist auch der Ursprung, warum heute Frauenmode Hosen mit einschließt. Aber das weiß heute kaum jemand, und es zu erklären wäre genau so aufwändig, wie zu erklären, warum die Hutterer nur Hosenträger tragen. Die Leibröcke, die Gott schneiderte, werden nicht näher nach Geschlechtern differenziert beschrieben. Dennoch halte ich es für besser, Röcke zu empfehlen. Erstens verhüllen Röcke die Körperform besser als (zumeist eng geschnittene) Damenhosen. Zweitens stimmen die meisten konservativen Christengemeinschaften in dieser Frage prinzipiell überein, und es ist besser für die Einheit untereinander, wenn man keinen Anstoß für Streit oder Unverständnis bietet. Außerdem ist es auch gar nicht völlig außerhalb unserer Kultur, einen Rock zu tragen.

Sonntagsgewand

Darüber, dass man sich am Sonntag besonders anziehen sollte, sagt die Schrift auch nichts. Allerdings ist es naheliegend, dass man nicht im schmutzigen Arbeitsgewand in die Versammlungen kommt. Sich bewusst ordentlich zu kleiden, das ist jedenfalls meine Erfahrung, fördert eine gute innerliche Einstimmung auf den Gottesdienst. Andererseits besteht die Gefahr, aus den Versammlungen eine Art Modeschau zu machen, was wir vermeiden sollen.

Übereinstimmung mit dem Inneren

Wer sich bewusst kleidet, prägt auch seine Einstellung. Und wer bewusst mit Gott lebt, wird sich auch entsprechend kleiden wollen; denn der Mensch ist eine Einheit aus Geist, Seele und Leib. Was nützt die schlichteste christliche Kleidung, wenn der Glaube fehlt oder ein stolzes Herz in der Brust schlägt?

Das ewige Kleid

Wir sind nackt in diese Welt gekommen, und werden auch nackt aus dieser Welt ziehen. Und doch sollen wir nicht nackt in der Ewigkeit sein. Nicht, weil Nacktheit dort noch mit der Sünde verbunden werden könnte, sondern weil die weißen Kleider ein Schmuck und Ehrenzeichen der Erlösten sind. Was sind die weißen Kleider? Das sind die gerechten Taten der Gläubigen (Offb 19,8). Wenn es eine wirkliche wichtige Anwendung aus all den Kleiderfragen gibt, dann ist es diese: Heute schneidern wir uns die Kleider für die Ewigkeit. Nicht aus Feigenblättern nähen wir sie zusammen, sondern aus den Guten Werken, die Gott uns bereitet hat, dass wir in Ihnen wandeln sollen. Mögen wir uns nicht zu sehr in vergängliche Kleiderfragen verzetteln, dass wir dies übersehen und am Ende nackt vor dem Thron Gottes erscheinen.

Alexander Basnar, Februar 2007

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